Katholische Pfarrei Kastl / Berichte
Gedenkgottesdienst für verstorbenen Pfarrer Franz Schmid i.R. gefeiert (13.02.2026)
Die Pfarrei Kastl feierte im Gedenken an den ehemaligen Pfarrer von Kastl Franz Schmid i. R. einen Gottesdienst in der Marktkirche. Pfarrer Schmid verstarb am 28. Januar im Seniorenheim in Freystadt. Beerdigt wurde er in seiner Heimat-Pfarrgemeinde Hilpoltstein.
Geboren wurde Franz Schmid am 26. September 1928 in Hilpoltstein. Nach seinem Theologiestudium wurde er am 29. Juni 1955 von Bischof Joseph Schröffer in Eichstätt zum Priester geweiht. Zuerst war er als Vertretung in verschiedenen Pfarreien eingesetzt, bevor er 1959 als Kaplan in der Wallfahrtskirche Maria Brünnlein in Wemding tätig war. Ab September 1968 übernahm er die Leitung der Pfarrei Maria am Hauch, die er mit großem Einsatz aufgebaut hatte.
1983 wurde er in die Oberpfalz, in die Pfarrei Kastl, versetzt. In dieser Zeit als Pfarrer hat er die monatliche Fußwallfahrt zum Habsberg und die Fußwallfahrt nach Altötting ins Leben gerufen. Die Fußwallfahrt nach Gößweinstein hat er ebenfalls immer geistlich begleitet. Alle drei Wallfahrten bestehen heute noch. Des Weiteren machte er mit der Pfarrei mehrere Pilgerreisen z. B. in das Heilige Land und nach Assisi. In der Zeit als Priester in Kastl wurde auch die Marktkirche von Grund auf renoviert. In seiner Verbundenheit zur Schönstattfamilie baute er das Schönstatt-Heiligtum in Sankt Lampert auf. Bei der Schönstattfamilie begleitet er mehrere Jahrzehnte die Schönstatt-Familienarbeit, Familienfreizeiten und war geistlicher Begleiter.
Nach 15 Jahren ging Pfarrer Schmid im September 1998 in seinen wohlverdienten Ruhestand. Diesen verbrachte er in seiner Heimat in Hilpoltstein und die letzten Jahre im Seniorenheim in Freystadt.
In einem geistigen Testament bedankte sich Pfarrer Schmid bei allen, die ihn auf seinem langen Lebensweg begleitet und unterstützt haben, und bat alle, denen er Unrecht getan hatte, um Verzeihung.
Die Pfarrei Kastl sagt Pfarrer Schmid vielen herzlichen Dank für seine geleistete Tätigkeit in der Pfarrei und seinen geistlichen Beistand, der auch in seinem Ruhestand noch gefragt war.
Vergelt's Gott, Pfarrer Schmid.
Schriftrolle und Bibel (01.02.2026)
Am Sonntag wurden in der Pfarrei Kastl bei einem Gottesdienst eine Schriftrolle und die Bibel genauer betrachtet.
Pfarrer Johannes Arweck ging in seiner Predigt genauer auf die Schriftrolle und die Bibel ein.
Eine Lesung am Sonntag ist immer aus dem Alten Testament. Das heißt, die Bibel wird im vorderen Teil aufgeschlagen.
Zur Zeit Jesu war das anders, denn es gab keine Bücher, wie wir sie jetzt nutzen. Die Menschen lasen aus Schriftrollen. Eine Ministrantin zeigte daraufhin eine solche Schriftrolle.
Die Schriftrolle hat eine Schutzhülle aus Samt. Im Original besteht sie aus Pergament, aus der Haut von Schafen oder Ziegen. Normalerweise wird sie auch nicht mit bloßen Händen berührt, damit nichts beschädigt wird. Ein vorsichtiger Umgang ist deshalb wichtig, weil der Text heilig ist. Er erzählt davon, wie Gott das Volk Israel beschützt.
Das Alte Testament ist auf Hebräisch geschrieben. Diese Sprache schreibt man von rechts nach links und die Buchstaben sehen anders als bei uns aus.
Eine andere Ministrantin zeigte daraufhin ein weiteres kostbares Buch. Die Bibel! Es ist schon richtig gedruckt und in deutscher Sprache. Ein solches Buch ist ein echter Schatz. Es ist aber nicht wichtig, wie groß, wie alt oder wie wertvoll eine Bibelausgabe ist. Entscheidend ist, dass wir täglich darin lesen. Beim Hinausgehen bekam jeder Gottesdienstbesucher ein Buch mit dem Neuen Testament überreicht. Man kann sich darin wichtige Sätze unterstreichen oder markieren. Man wird bald feststellen, dass Gott jeden persönlich in der Bibel etwas mitteilen möchte. Das Neue Testament wurde als Taschenbuch und als großes Buch als Geschenk vom Pfarrverband vorbereitet.
Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Gruppe Spontan mit rhythmischen Liedern umrahmt.
Sternsingeraktion in der Pfarrei Kastl (01.01.2026)
„Schule statt Fabrik! – Sternsingen gegen Kinderarbeit“, so lautete das diesjährige Motto der Sternsingeraktion. In der Pfarrei Kastl waren die Sternsinger am Samstag, 3. Januar mit acht Gruppen unterwegs. Ausgesandt wurden sie bereits bei einem feierlichen Gottesdienst am Neujahrstag.
Die Kinder gingen von Haus zu Haus und brachten den Segen (20*C+M+B+26 Christus Mansionem Benedicat - Christus segne dieses Haus) mit einem Lied und einem Aufkleber in alle Häuser und Wohnungen. Die Spenden, die die Sternsinger sammelten, fließen in Hilfsprojekte für Kinder in rund hundert Ländern weltweit. Dieses Jahr wurde für Kinder in Bangladesch gesammelt. Neben zahlreichen Süßigkeiten wurden die Sternsinger-Kinder mit einem gemeinsamen Mittagessen für ihr Engagement belohnt.
Aussendung des Friedenslichts aus Betlehem (20.12.2025)
In der Vorabendmesse zum 4. Advent wurde in der Pfarrei Kastl das Friedenslicht ausgesandt.wird
Die Klosterkirche erstrahlte zu diesem Anlass mit stimmungsvollen Lichteffekten. Der jüngste Ministrant trug das Friedenslicht in einer Laterne beim Einzug vor den Altar. Ebenfalls dabei war das Marienbild der Kastler Madonna, dieses war beim Marientragen seit dem 8. Dezember bei den Familien in der Pfarrei unterwegs.
In den Kyrierufen wurden die vier Kerzen des Lebens, der Hoffnung, des Glaubens und der Liebe betrachtet. Sie wurden gelöscht und im Anschluss wieder entzündet, um zu zeigen: Gott wird Mensch - „zuerst in jedem Menschen und dann durch jeden selbst.“ Im Anschluss gaben die Ministranten das Friedenslicht an die Gläubigen weiter, begleitet vom Lied „Zünd ein Licht an“. Die Predigt begann mit einem Dialog in einer Familie, in der bereits das Friedenslicht zu Hause war. Die Mutter und ihre zwei Töchter hatten eine Auseinandersetzung, bis der Jüngste der Familie das Wort erhob und sagte: „Warum brennt bei uns das Friedenslicht, wenn in unserer Familie nie der Friede herrscht und ständig gestritten wird.“ Pfarrer Arweck ging daraufhin weiter auf diese Worte ein. Überall in der Welt herrscht Krieg und Terror, doch „Friede ist möglich! Er beginnt in jedem selbst!“
Pfarrer Johannes Arweck segnete am Ende des Gottesdienstes die Gläubigen mit den Worten: Gott möge die Herzen, eines jeden entzünden, damit es warm und hell werde in jedem und durch jeden - damit jeder ein Bote des Lichtes wird. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst durch die rhythmische Gruppe Mixdur. Der Pfarrgemeinderat hat danach noch zur Begegnung vor der Kirche bei Glühwein und Gebäck eingeladen.
Roratemesse im Advent (02.12.2025)
Zur Einstimmung in den Advent wurde Anfang Dezember in der Pfarrei Kastl eine Roratemesse in der Marktkirche gefeiert. Beginn war um 7.00 Uhr, als es noch dunkel war, um den Schein der Kerzen richtig wahrnehmen zu können.
Auf die Erwartung des göttlichen Kindes hin wurden adventliche Lieder und Texte in den Gottesdienst eingebracht. Pfarrvikar Rajesh Yeruva zelebrierte den Gottesdienst.
Feier mit den Ehejubilaren (28.09.2025)
Sieben Ehepaare aus der Pfarrgemeinde Kastl, die in diesem Jahr ein besonderes Hochzeitsjubiläum feiern, trafen sich zu einer gemeinsamen Andacht in der Pfarrkirche St. Petrus. Als kleines Geschenk erhielten die Paare eine handgefertigte Seife mit Herz-Motiv. Auf das Herz ging Pfarrer Johannes Arweck auch in seiner Predigt ein: Gottes Liebe zu uns zeigt sich auch in der Liebe der Ehepartner zueinander. Ein Herz, das liebt, ist geduldig und bereit zur Vergebung.
Die Musikgruppe „Spontan“ begeisterte mit einfühlsamen Liedern. Nach der Andacht luden die Mitglieder des Pfarrgemeinderats zum Kuchenbuffet ins Pfarrhaus ein. Die Jubelpaare nutzten gerne diese Gelegenheit zum Austausch und Zusammensein.
Vortrag von Pfarrer Rainer Maria Schießler (13.09.2025)
Die Pfarr- und Gemeindebücherei Kastl hatte zu einem Vortrag mit dem bekannten Münchner Pfarrer Rainer Maria Schießler in die Pfarrkirche in Kastl eingeladen. Die Resonanz war überwältigend: Alle Bänke waren besetzt, sodass man zusätzlich noch Stühle und Bierbänke organisierte.
Unter dem Titel „Kirche sein heute“ sprach Schießler leidenschaftlich darüber, wie Glaube und Kirche im 21. Jahrhundert lebendig bleiben können: offen, menschlich, nahe bei den Menschen. „Unsere Zeit ist hier und jetzt. Wir selbst sind die Gestalter der Kirche von morgen“, betonte er mit klaren Worten und spürbarer Überzeugung.
Zu Beginn begrüßten Pfarrer Johannes Arweck und Büchereileiter Georg Dürr den weit über Bayern hinaus bekannten Seelsorger herzlich. Pfarrer Schießler eröffnete seinen Vortrag mit Rainer Maria Rilkes Worten „Du musst das Leben nicht verstehen, dann wird es werden wie ein Fest…“ – ein passender Auftakt für eine Rede, die Tiefgang und Lebensfreude verband.
Schießler sprach offen über aktuelle Herausforderungen von Kirche und Gesellschaft: von der Verantwortung jedes Einzelnen, über den Mut, Gottesdienste zeitgemäß zu gestalten, bis hin zur unverzichtbaren Rolle der Frauen. Er zitierte Papst Franziskus: „Wenn Frauen die Führung übernehmen, funktioniert es.“
Auch Persönliches ließ der Münchner Pfarrer einfließen: Kindheitserinnerungen, die prägenden Werte seiner Eltern und Begegnungen, die ihn inspirierten. Immer wieder kehrte er zu seiner zentralen Botschaft zurück: Kirche entstehe dort, wo Menschen einander zuhören, sich gegenseitig ernst nehmen und für andere da sind. „Man darf nicht auf die perfekte Liturgie warten – man muss handeln, gestalten und neugierig bleiben“.
Nach gut neunzig kurzweiligen Minuten schloss er seinen Vortrag mit dem hoffnungsvollen Satz: „Meinen Glauben und meine Liebe kann niemand zerstören, auch keine Kriegstreiber.“
Im Anschluss nahm sich Schießler Zeit, um Bücher zu signieren und mit Gästen ins Gespräch zu kommen. Büchereileiter Georg Dürr bedankte sich herzlich für diesen „nachdenklich-fröhlichen Abend, der Mut macht und neue Perspektiven eröffnet“. Dürr erinnerte daran, dass viele von Schießlers mittlerweile elf Büchern in der Gemeindebücherei ausgeliehen werden können.




